Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
ich sehe in meinem beruflichen Alltag viele, viele Bilder und bilde mir ein, dass ich dabei ein gewisses Weltwissen angehäuft habe. Allerdings sind meine Bildungslücken doch manchmal erschreckend. Ich habe beispielsweise mal eine halbe Stunde ein Künstlervideo angeschaut, dessen Pointe eine KI-animierte Kim Kardashian war – und mich die ganze Zeit gefragt: Wer ist eigentlich diese Frau? Falls es Ihnen auch so geht, an dieser Stelle der Hinweis: Das Porträt, das Sie auf unserem Cover sehen, zeigt ebenfalls Kim Kardashian. „Medienpersönlichkeit“ lautet die offizielle Berufsbezeichnung der Amerikanerin, die als Reality-TV-Star mitsamt Familie Millionen verdient. Und so passt es perfekt, dass ihr Konterfei auf dem Bild aus kleinen Smartphones zusammengesetzt ist.
Geschaffen hat dieses Bild der Frankfurter Künstler Thomas Bayrle, 88 Jahre alt und auf der Höhe der digitalen Gegenwart. Seit Mitte der 1960er-Jahre beschäftigt sich Bayrle mit dem Prinzip der Serie, mit dem Verhältnis von Individuum und Masse, mit Technologie und Popkultur und mit den Zeichen und Strukturen unserer kapitalistischen Konsumwelt. In seiner Heimat Frankfurt zeigt uns die Schirn Kunsthalle jetzt das Werk dieses Ausnahmekünstlers, der überdies als Hochschullehrer Generationen junger Künstlerinnen und Künstler beeinflusst hat.
Was können wir von Thomas Bayrle lernen? Konsistenz zum Beispiel. Auf seinem Weg bleiben, auch wenn man ihn vielleicht eine Zeit lang allein geht. Den Blick weiten auf die Zusammenhänge. Den ganzen Himmel sehen statt den einzigen Stern. Und, wie Monopol-Redakteurin Silke Hohmann in unserer Titelgeschichte so schön schreibt: das Geräusch der einfahrenden U-Bahn weiterdenken als Beat.
Neue Perspektiven einnehmen: Das geht direkt vor der Haustür. Das geht aber auch, indem man den Standpunkt mal ein paar Kilometer verschiebt. In diesem Heft finden Sie Berichte aus der aufblühenden Kunstszene Bangkoks, aus Japan und Abu Dhabi. Wir besuchen eine der wichtigsten Sammlerinnen Finnlands in Helsinki. Und wir reisen gemeinsam mit der legendären Fotografin Graciela Iturbide in das mythisch dunkle Herz der mexikanischen Kultur. Kommen Sie mit? Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!
Ihre Elke Buhr
Chefredakteurin
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